Unsere Mission - Eine gerechte Zukunft

Alles begann ganz harmlos. Am 31. Juli 2014 stieg ich ins Flugzeug nach Buenos Aires, um dort ein Auslandssemester zu absolvieren.

 

Nachdem ich mich in die Uni dort eingelebt hatte, nahm ich  an einer Veranstaltung der Organisation       „Un Techo para mir país“ teil.

Dies war meine erste "Techo-Construcción“.

 

Kurz erklärt:

Man fährt in die Villas ( [wischas]= Armenviertel, vgl. Favela in Rio de Janeiro) in und um Buenos Aires und baut dort Holzhäuser für sehr arme Familien, denen das Schicksal in besonders schlimmen Maße zugesetzt hat.

Am Freitag Nachmittag kam ich in einer riesigen Industriehalle an, in der der Treffpunkt für das Projekt war. Ich war zunächst erstaunt, wie viele Jugendliche anwesend waren. Gibt es in Deutschland „Charity-Veranstaltungen“, bin ich normalerweise einen derartigen Ansturm nicht gewohnt.

 

Wir wurden in Vierer-Trupps eingeteilt und zu Bussen geschickt. Mit Spaten, Hammer und Säge ausgestattet fuhren wir dann in die Villas. Dort übernachteten wir in einer alten Schule auf dem Boden. Das war schon das erste Erlebnis: Strom gab es zwar, aber kein fließendes Wasser und ebenfalls keine Heizung. An diesem Wochenende musste man einiges entbehren. Bei einer derartigen Erfahrung aber zählt die Gemeinschaft. Diese war unter den Argentiniern

( in der ich der einzige Ausländer in unsere 50er Gruppe war) einzigartig!

Am nächsten Morgen hieß es um 6 Uhr aufstehen, frühstücken und dann ging es bei Sonnenaufgang auch schon los zur Familie – zu Fuß! Nach einer halben Stunde auf Schotter- und Schlammwegen kamen wir bei unserer Familie an.

Nancy, so hieß die Mutter war taubstumm und hatte alleine sechs Kinder zwischen drei und 16 Jahren zu erziehen. Bis zu diesem Tag lebten sie zu siebt auf 16 qm unvorstellbar! Am ersten Morgen vor Beginn tranken wir erst einmal zusammen Mate (typisches argentinisches Volksgetränk, teeähnlich, aus Blättern des Yerba-Strauches) und aßen Kekse – drei Stunden lang!!! Ja, die Gemeinschaft zählt viel in Südamerika!

 

Ich könnte noch so viel mehr über das Wochenende bei der Familie erzählen, aber bekanntlich vermitteln Bilder mehr als tausend Worte:

Techo

Bei Techo können Sie sich sicher sein, dass das Geld auch da ankommt, wo jeder Cent seine volle Wirkung entfalten kann.


Was mich am meisten erstaunt hat, dass die Menschen, die in den Villas leben, unglaublich glücklich sind, auch wenn es die Umstände nicht erwarten lassen.

Die ersten Stunden waren für mich hart, da sich die Lebensbedingungen schon sehr von den westlichen unterscheiden. Nach einer gewissen Zeit blendet man diesen Umstand aber aus und fühlt sich richtig gut, mit den Jungs kicken zu können, die kleinen Mädchen auf der Schulter herum zu tragen und der Mutter ein Lächeln auf die Lippen zaubern zu können.

...Und der Familie ein neues Zuhause mit einem festen Dach über den Kopf bauen zu können.


Bei diesem Projekt fasziniert uns die Tatsache, dass mit wenig Geld (150 US$) unter Mitwirkung von lokalen, sehr engagierten Jugendlichen sehr viel bewirkt werden kann.

 

Da Unternehmertum für uns auch immer soziale Verantwortung gegenüber Benachteiligten bedeutet, haben wir uns entschlossen, „Un Techo para mi país“ durch den Verkauf unseres argentinischen Weines zu unterstützen. Daher spenden wir pro verkaufter Caja (Karton á 6 Flaschen) 5US$ an Techo.

 

Für jeweils 30 verkaufte Cajas können wir also bereits einer Familie ein neues Zuhause ermöglichen!

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,                aber nicht für jedermanns Gier."

Mahatma Ghandi